Deutsche Hersteller

Sie befinden sich hier:
+ Teilen auf FB
+ Teilen auf Twitter
+ Teilen auf LinkedIn

Welche deutschen Unternehmen sind im Markt für Photovoltaikanlagen vertreten?

Wenn Sie leistungsstarke und zuverlässige PV-Komponenten oder vorgefertigte PV-Komplettpakete erwerben möchten, müssen Sie sich nicht unbedingt durch fremdsprachige Websites und Datenblätter ausländischer Hersteller kämpfen. Obwohl die Photovoltaik weltweit boomt und mit interessanten Angeboten aufwartet, können Sie auch auf Produkte zahlreicher deutscher Hersteller zurückgreifen.

Durch die Unterstützung der heimischen Wirtschaft und die Förderung der Marktentwicklung profitieren Sie von kürzeren Transportwegen mit geringeren Emissionslasten sowie von einheitlichen Herstellergarantien und einfacheren Kommunikationswegen zur Lösung von Problemen. Daher möchten wir Ihnen kurz vorstellen, welche Hersteller es auf dem deutschen Markt gibt und was ihre Produkte auszeichnet.

Der im brandenburgischen Prenzlau ansässige und produzierende Hersteller ALEO Solar verfügt über schätzungsweise 330 Mitarbeiter. Im Jahr 2001 gegründet, durchlief ALEO Solar in seiner Firmengeschichte Höhen und Tiefen. Während zeitweise sogar Bosch in das börsennotierte Unternehmen investierte, wurde 2014 die drohende Insolvenz durch eine Fusion mit Sino-American Silicon Products abgewendet.

In der Produktion wird insbesondere einem ansprechenden Design und der kompromisslosen Leistungsfähigkeit die zentralen Stellenwerte zugemessen. PV-Module von ALEO Solar zeichnen sich durch mehrere Zertifizierungen aus, die u.a. Beständigkeit gegenüber Extremwetterlagen und Windtransporten von aggressiver Ablagerungsformen (z.B. Stäube) ausweisen.

Im Portfolio befinden sich neben Glas-Folien-Module (Dick- und Dünnschichtfabrikate mit PERC-Technologie) auch Solardachziegel sowie Überdachungs-Photovoltaik. Die Nennleistungen der Module erstrecken sich von 340 bis 415 Wp, übliche Modulgewichte dagegen von 20,5 bis 22,0 kg. Wirkungsgrade bewegen sich in der Spanne von 18,1 bis zu 20,7 %.

Antec Solar produziert nunmehr seit 1998 Photovoltaik-Module in Serie und betreut für seine Kunden die gesamte Prozesskette inklusive Planung und Installation.

Astronergy Ist ein Photovoltaikhersteller, der seit seiner Gründung 2006 bis in das Jahr 2019 in Frankfurt an der Oder produziert hat. Im Zuge eines Aufkaufs durch die chinesische CHINT Gruppe werden seit dem die unternehmerischen Tätigkeiten, insbesondere die Produktion, vornehmlich von dort aus ausgeführt. Das Unternehmensnetz überspannt aber Aktivitäten, die in über 140 Ländern stattfinden. Der deutsche Standort wird nunmehr nur noch für die nicht-produzierenden Unternehmensbereiche wie Vertrieb, Logistik, Kundenservice und Marketingaufgaben genutzt.

In vier Produktlinien werden von Astronergy robuste Module mit bemerkenswerten Nennleistungen gefertigt. Im Bereich der monofazialen Module erhalten Sie zwischen 405 und 585 Wp, bei bifazialen Modulen sogar bis zu 670 Wp Nennleistung. Es gibt durchschnittlich schwere Module mit circa 21 kg, aber auch verhältnismäßig schwere Fabrikate, die gern mal bis zu 32 kg auf die Waage bringen. Regulär erstrecken sich die Wirkungsgrade in einem Bereich von 20,7 bis 23,0 %.

Forschungsintensivität auf dem Gebiet der Dünnschichtsolarzellen formte den Markenkern der Avancis-Photovoltaikprodukte – und das bereits seit 1981 (damals noch unter der Firmierung Arco Solar). Avancis bedient neben der Sparte der klassischen (Privat-)Gebäudephotovoltaik auch noch die Fassadenphotovoltaik und Produktlösungen für infrastrukturelle Bereiche. Im Jahr 2014 wurde Avancis in die China National Building Materials-Gruppe aufgenommen. Als Produktionsstandort wurde aber an den deutschen Werken festgehalten.  

Das Steckenpferd der Torgauer sind CIGS-Dünnschichtmodule mit ultra-dünnen Halbleiterschichten von nur 1 Mikrometer (= 0,001 mm). Dabei handelt es sich um ein Amalgam aus Kuper, Indium, Gallium und Selen (namensgebend sind dafür die Anfangsbuchstaben der jeweiligen chemischen Zeichen). Dass das Unternehmen in puncto klimaverträglicher Energieerzeugung noch weiter denkt, veranschaulicht sich mit dem Blick auf ihr weiteres Produktportfolio, denn darin finden sich auch E-Bike-Ladestationen, solare Stadtmöbel, Balkonkraftwerke und Indach-Photovoltaik.

Mit insgesamt 8 Standorten auf internationalem Boden hat sich AXITEC ENERGY aus der baden-württembergischen Kreisstadt Böblingen innerhalb von etwas mehr als 20 Jahren ihren Stellenwert in der Photovoltaikbranche aufgebaut. Die PV-Module werden mit 108 bzw. 144 Solarzellen bestückt und erreichen Nennleistungen zwischen 415 und 555 Wp. Es gibt sie sowohl in Glas-Glas- als auch in Glas-Folien-Ausführungen. Die Gewichte belaufen sich auf 21,8 bis 28,5 kg.

Neben PV-Modulen bietet AXITEC ENERGY auch unterschiedliche Li-Ionen-Speichersysteme, Hybridwechselrichter und eine 11KW-Wallbox in seinem Sortiment an. Abgesehen von der Produktion werden weitere Kompetenzfelder bedient, die u.a. Forschung, Qualitätsmanagement und fachgerechte Serviceleistungen umfassen.

Ein weiteres nennenswertes Photovoltaik-Unternehmen, AxSun SOLAR, kommt ebenfalls aus Baden Württemberg, nämlich aus Laupheim. Produktionsstätte und Qualitätssicherung arbeiten an diesem Standort gebündelt Hand in Hand. Die Vertriebstätigkeiten wurden über die Jahre auch in andere Länder ausgeweitet.

Im Privatsegment liefert der Hersteller dezent-elegante all Black-Module, aber auch Module mit konventionellem Quadratmuster-Erscheinungsbild werden vertrieben. Dabei stehen sowohl für Interessenten von Glas-Glas-Modulen, Glas-Folien-Modulen und bifazialen Modulen Auswahlen bereit. Standardmäßig sind in den PV-Modulen von AxSun SOLAR 108 Solarzellen verbaut. Je nach Modulart werden Garantien gegeben, die in der Basisvariante bei 15 Jahren anfangen und bis 30 Jahre gegen Zusatzzahlungen ausgeweitet werden können – bei Glas-Glas-Modulen sind 30 Jahre sogar Standard. Die Nennleistungen gehen bei 365 Wp los und erstrecken sich bis 435 Wp.

Bereits im Jahre 2003 ist Bauer Solar aus Selzen in Rheinland-Pfalz in die Produktion von Solaranlagen und den Vertrieb von Photovoltaik-Komponenten eingestiegen. 2011 erfolgte dann die Aufstockung des Portfolios um Photovoltaikmodule aus eigener Herstellung. Der genaue Produktionsort ist nicht genau bekannt, lediglich wird als vage Herkunftsbezeichnung Asien genannt – die Qualitätssicherung erfolgt aber mitunter in Deutschland.

Der Hersteller vertreibt seine PV-Module unter dem Etikett „Premium Module“ mit Ausrichtung auf Ertragsstärke und zeitliche Beständigkeit. Im Angebot befinden sich sowohl monofaziale als auch bifaziale Module. Die Module sollen Belastungen bis 500 kg standhalten, feuerfest und äußerst standhaft gegenüber witterungsbedingten Schäden sein. Die 3 Modultypen wiegen zwischen 21,4 kg und 24,5 kg, haben Nennleistungen von 400 bis 440 Wp. Die Produkt- und Leistungsgarantien liegen bei den monofazialen Modulen bei 20 Jahren (PG) bzw. 25 Jahren (LG). Bei den Glas-Glas-Modulen werden hier, wie bei vielen anderen Herstellern mittlerweile Usus, großzügige Garantien von jeweils 30 Jahren gewährt.

Heckert Solar ist ein ostdeutscher Hersteller von PV-Modulen, PV-Speichern, Wechselrichtern, Wallboxen und Zubehörteilen. Produziert wird in zwei Werken in Chemnitz und im thüringischen Langwetzendorf. Damit konzentriert sich die ganze Arbeit nebst Know-How in Deutschland. Die Wertstellung bei den PV-Modulen ist auf technologische Präzision und geschmackvolle Ästhetik ausgerichtet. Außerdem existieren Module in vielen verschiedenen Merkmalskonstellationen. Sie werden sowohl mit Alu- als auch mit Blackframe-Rahmen verkauft. Auch die Zellenbestückung ist von 60 bis 120 Einheiten variabel. Die Nennleistungen belaufen sich auf 315 bis 435 Wp, während die Wirkungsgrade im mittleren Bereich mit 19,4% bis 22,0 % angesiedelt sind.

Wechselrichter und Wallboxen werden in mehreren Produktlinien (z.B. KOSTAL, FRONIUS und SMA) und Ausführungen angeboten. Die Stromspeicher des Sortimentes haben Kapazitäten von 2,56 kWh bis 22,1 kWh.

Unkonventionelle Wege schlagen seit 2006 die Dresdener von Heliatek ein und zeigen damit, dass installationsgekoppelte Photovoltaik nicht der einzige Lösungsansatz ist, um Gebäude energetisch mit PV-Strom zu modernisieren und für den Klimawandel zu wappnen. Heliatek produziert dünne Solarfolien, die leichter und unaufwändiger an verschiedenen Gebäudeteilen angebracht werden können. Das stiftet vor allen Dingen dann einen Nutzen, wenn Dächer beispielsweise statisch nicht für Photovoltaik geeignet sind oder deren ungünstige Ausrichtungen und/oder zu viele Verschattungsquellen keine Errichtung einer klassischen PV-Anlage zulassen. Die Solarfolien können aufgeklebt und mit dem heimischen Stromnetz oder anderen Solarsystemen verbunden werden.

Heliatek will mit ihren Fertigungslinien HeliaSol und HeliaFilm beweisen, dass sinngemäß jedes Gebäude zur autonomen Stromerzeugung fähig ist und kann bereits Referenzen weltweit nachweisen. Haften tun die Folien auf verschiedensten Untergründen – sogar an Glasfassaden.

Mit einem umfassenden Dienstleistungs- und Produktsegment tritt das Unternehmen IBC Solar aus dem beschaulichen Bad Staffelstein auf dem Photovoltaikmarkt auf – auch im B2B-Bereich, z.B. mit der Projektbetreuung von Solarparks. Die wachstumsgetriebene Aktiengesellschaft produziert schon aktiv seit 1998 Solarmodule (in Vietnam), hat aber auch zahlreiche Produkte von Fremdanbietern im Sortiment.

Die Moduleigenmarken sind in monofazialen und bifazialen Ausführungen erhältlich, jeweils mit silbernen und schwarzen Rahmen. Die Spannweite der Nennleistungen beläuft sich auf 370 bis 445 Wp. Modulwirkungsgrade befinden sich in der mittleren Klasse mit 20,23 bis 22,30 %, genauso wie die Gewichte der Module, die bei 20,0 bis 24,5 kg liegen. Entweder sind die PV-Module mit 108, 120 oder 144 Solarzellen ausgestattet.

Eine äußerst breit aufgestellte Produktpalette für verschiedene Bedarfe und Einsatzfelder die es unter dem Prädikat „Premium Solar Module“ zusammenfasst, bietet LUXOR SOLAR (*2007) aus Stuttgart an. Diese Eigenbezeichnung scheint gemessen an der vernachlässigbar geringen Reklamationsquote von <0,003 % gar nicht so weit hergeholt.

Bemerkenswert erscheint überdies die Tatsache, dass LUXOR Solar mitunter (bifaziale) PV-Module anbietet, die sensationelle Nennleistungen von über 700 Wp erreichen (los geht es dagegen schon bei 10 Wp). So groß wie die Spanne der Nennleistungen erweist sich auch die Bandbreite der Modulgewichte. Begonnen bei 1,5 kg für das Modul mit der geringsten Nennleistung, geht es hoch bis auf circa 40 kg.

Im Sortiment befinden sich sowohl Glas-Glas-Module, Glas-Folien-Module, als auch netzferne Module. Es werden viele Modelle in unterschiedlichen Ausführungen wie monofazial, bifazial, monokristallin und polykristallin angeboten.  Die bifazialen Module sind mit der Heterojunction-Technologie (n-Dotierung) versehen. Darüber hinaus finden auch maßgeschneiderte Lösungen in den „Special Lines“ Berücksichtigung, allerdings erst ab einer Abnahmemenge von 1000 Einheiten, was für den Privatbedarf unrealistisch ist. Die Module haben zudem zahlreiche Resistenz- und Sicherheitszertifizierungen erhalten. Ihre Garantieumfänge belaufen sich auf 25 bis 30 Jahre.

Das international sehr geschäftlich engagierte Unternehmen, produziert nicht nur im Inland, sondern auch in den Industriestaaten Japan und den USA. Direkt vor Ort in den Fertigungswerken finden auch jeweils die internen und externen Prüfungen (durch unabhängige Prüfinstitute) statt.

Mehr als 40 Jahre Erfahrungen auf dem Fachgebiet der Photovoltaik kann der Schweizer Hersteller MEYER BURGER TECHNOLOGIES vorweisen. Zwei seiner Produktionsniederlassungen befinden sich in Deutschland (Freiberg und Bitterfeld-Wolfen). Die weiteren Ursprünge des Unternehmens, die sich bis ins Jahr 1953 zurückverfolgen lassen, befinden sich mittelbar noch in einem ganz anderen Handwerk, nämlich der Uhrmacherei. In diesem Feld war MEYER BURGER TECHNOLOGIES als Teile-Hersteller und Zulieferer tätig.

Heute sind jedoch die Forschung zu und die Herstellung von Photovoltaikmodulen die wichtigsten Antriebsrädchen des Geschäftsbetriebs von MEYER BURGER TECHNOLOGIES. Hergestellt werden überdurchschnittlich leistungsstarke Module, Balkonkraftwerke und Solarziegel verschiedener Klassen für Privat- und Gewerbezwecke, die mit Heterojunction-Technologie (120 Halbzellen) betrieben sind. Daher muss sich der Endverbraucher auch auf höhere Anschaffungskosten beim Kauf von Modulen von MEYER BURGER TECHNOLOGIES einstellen.

Nennleistungen fangen im Produktportfolio von MEYER BURGER TECHNOLOGIES bei 15 Wp (Solardachziegel) an und erstrecken sich bis 400 Wp. Die Glas-Glas- und Glas-Folien-Module mit Garantiezeiträumen von 25 bis 30 Jahren können mit unterschiedlichen Folierungen und Gewichtungen von 19,7 bis 24,4 kg erworben werden.

Nicht direkt an der Herstellung, jedoch an der Vorarbeit zur Photovoltaikmodulproduktion, ist das Forschungsunternehmen Nexwafe beteiligt. In eifriger Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme aus Freiburg treibt es die Herstellung und Technologieentwicklung von Wafern voran, die die wichtigsten Bestandteile von PV-Modulen verkörpern und schlussendlich in diesen als siliziumbasierte Solarzellen integriert werden. Sie sind Dreh- und Angelpunkt der Energieerzeugung, denn die Solarzellen entfachen die photoelektrischen Effekte.

Forschungsschwerpunkte von Nexwafe sind u.a. die Reduktion des Siliziumverschleißes im Wafer-Herstellungsprozesses voranzutreiben und allgemein die Herstellungskosten und Emissionsausstöße signifikant zu minimieren. Auch eine Expansion auf den US-amerkanischen Markt wird angepeilt, um eine bessere Kapitalisierung der Vorhaben sicherstellen zu können. Für den Bau von Fabriken in Indien und Saudi-Arabien wurden ebenso schon Kooperationen aufgebaut. Die Produktionsstätte von Nexware  befindet sich in Bitterfeld-Wolfen.

Einer der bekanntesten deutschen Hersteller, der seit 2012 unter südkoreanischer Schirmherrschaft (Hanwha) seinen Betrieb nach einer drohenden Insolvenz fortgesetzt hat, ist Q CELLS. Damit einhergehend wurde auch die Produktion nach verschiedenen Standorten in Asien outgesourct. Andere Geschäftsfelder (Vertrieb, sowie Technologie- und Innovations-Entwicklung) sind allerdings noch in Deutschland ansässig (in Thalheim/Sachsen-Anhalt).

Das Produktproftolio des weltweit sechstgrößten PV-Produzenten (mit etwa 8.500 Mitarbeitern) wurde im Laufe der Zeit diversifiziert. Neben (mono- und  polykristallinen) Solarmodulen bietet Q Cells (Hanwha) mittlerweile auch Wallboxen, Stromspeicher und Unterkonstruktionen für Photovoltaikbauer an. Hinblickend auf die PV-Module sollen diese sich laut Herstellerangaben durch einen Verbund aus Ertragsstärke, Flächenersparnis, fortschrittsgewandter Technologie und erschwinglichen Preisen auszeichnen.

In Bezug auf die Daten sind Gewichte um die 21,2 kg für die Q-CELLS-Module charakterisitisch, die Wirkungsgrade bis zu 22,3% erreichen. Die Nennleistungen von 410 bis 435 Wp sind durchaus konkurrenzfähig. Als Zelltechnologie kommen 108 Halbzellen zum Einsatz.

Essenziel für den Betrieb von insbesondere jenen Photovoltaik-Anlagen, die hohe Verbrauche und Bedarfe decken sollen, sind neben leistungsstarken Modulen auch Stromspeicher, die hohe Rücklagen erzeugter Energie einquartieren. SENEC.Solar aus Leipzig hat sich auf die Herstellung dieser Energiespeichermedien spezialisiert. Zwischenzeitlich ist SENEC.Solar auch auf die Produktion von PV-Modulen aufgesprungen und bietet diesbezüglich eine kleine Produktpalette an. Auch Wallboxen und Energy Management Apps können vom Hersteller bezogen werden.

12 Jahre Produktgarantie und 25 Jahre Leistungsgarantie gibt es bei SENEC.Solar auf die monokristallinen PV-Module mit PERC-Technologie in dunkelblauer und schwarzer Quadratlinien-Optik (mit weißer oder dunkler Rückseite). Leistungstechnisch bewegen sich die Module im Nennleistungsbereich von 380 bis 415 Wp. Diese wiegen in etwa 21,2 kg. Sie weisen Wirkungsgrade von 20,3 % bis 21,25 % auf.

Aufgrund der Übernahme des Unternehmens durch den EnBW-Konzern im Jahr 2018 handeln Experten SENEC.Solar als wachstumsfreudigen Hersteller auf dem Markt.

Prämiert als „Top-Brand-PV“ vom Bonner Marktforschungs- und Bratungsunternehmen EUPD Research blickt die Aschaffenburger Solar-Fabrik auf langjährige Expertise (seit 1996) in Sachen Photovoltaik zurück. Das Unternehmen produziert inzwischen sowohl national (Premium N-Serie) als auch vordergründig international. Insolvenzbedingt war die Solar-Fabrik in 2015/2016 kurzzeitig vom Markt, konnte sich dann aber wieder konsolidieren.

Der Hersteller selbst kennzeichnet sein PV-Modulsegment als verlässlich, sicher, innovativ und ästhetisch mit deutschen Garantie- und Qualitätsstandards. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen und Optiken (z.B. Black-Black, Black-White, Trend Powerline…etc.). Die Module erreichen Nennleistungen von 300 bis 440 Wp in monofazialen und bifazialen Varianten. Als Zelltechnologien kommen 60-Halfcut-, 88 N-Type-Triplezellen, 108-Halbzellen und 108 N-Type Halbzellen zum Einsatz. Die Modulwirkungsgrade von 20,7 % bis 22,02 % sind im mittleren Segment angesiedelt. Die Module wiegen zwischen 18,0 kg und 24,1 kg.

Sowohl für den Privatgebrauch als auch für gewerbliche Zwecke produziert SOLARWATT aus Dresden seit 1993 PV-Module, Stromspeicher und Energiemanagementlösungen. Infrarotheizungen und Wärmepumpen erweitern noch das Produktsortiment. Neben der Solar-Fabrik und Q-CELLS zählt SOLARWATT zu den wichtigsten PV-Herstellern Deutschlands.

In Sachen PV-Module schwört SOLARWATT auf moderne Glas-Glas-Anfertigungen, die die Langlebigkeit und die Witterungsbeständigkeit steigern – aber auch Glas-Folien-Module sind vom Hersteller erhältlich. Nennenswert sind die über einen Zeitraum von 30 Jahren laufenden Produktgarantien des Herstellers. In den Modulen sind entweder 108 monokristalline PERC-Zellen oder bifaziale TopCon-Zellen (monokristallin) eingelagert. Eine Breite Spanne an Nennleistungen von 180 Wp – 430 Wp signalisiert ein niedriges bis mittleres Niveau, genauso, wie die Wirkungsgrade von 16,6 % bis 22,0 %. Die Gewichte der PV-Module von SOLARWATT belaufen sich auf 21,4 bis 25,4 kg.

Hinter der Marke Sonnenstromfabrik verbirgt sich das mecklenburgische Unternehmen CS Wismar GmbH. Es produziert 13 vorrangig für den Eigenheimbedarf geeignete PV-Module mit variablen Zellenanzahlen (32 bis 132) und optischen Erscheinungsbildern.

Eine breite Leistungsspanne von 165 – 490 Wp macht die Module zugänglich für unterschiedliche Zielgruppen an Privatkäufern. Von leichten 16 kg-Modulen hat man die Wahl bis zu 33,5 kg schweren Modellen. Es werden herstellerseitig entweder 26-jährige oder 30-jährige lineare Produktgarantien gewährt.

Aus der Insolvenz des Solarherstellers SOLON in 2011 ging im darauffolgenden Jahr ein neuer gesamteuropäischer Mutterkonzern hervor, der sich in die Solyco Technologie GmbH für die Produktentwicklung und Forschung sowie die Solyco Solar AG für die Vertriebsstrukturen aufspaltete. Viele langjährig erfahrene Mitarbeiter von SOLON und aus der Solar-/Photovoltaikbranche allgemein sind in diesem Unternehmen tätig. Es fährt gegenwärtig keine eigenen Produktionen, sondern arbeitet mit Lieferanten zusammen, denen es Richtlinien erteilt.

Solyco verkauft sowohl TOPCon-Module, als auch Heterojunction-Module und PERC-Module. Fast alle Module sind mit 2 Glasschichten (Glas-Glas-Module) versehen und bestechen durch Nennleistungen von 400 – 430 Wp. Mit Gewichten von 19,5 kg bis 24,5 kg und Modulwirkungsgraden von 20,0 % bis 22,0% können die PV-Module der Konkurrenz standhalten.

Abweichend von den Geschäftsmodellen vieler anderer deutscher Hersteller hat sich TP Energy aus dem kleinen Bad Gandersheim im südlichen Niedersachsen eine eigene Nische geschaffen. Das Unternehmen fertigt Photovoltaikmodule nach individuellen Kundenwünschen an. Damit kann sich TP Energy als Retter in der Not erweisen, wenn industriell gefertigte PV-Module den speziellen Anforderungen eines außergewöhnlichen Wohnhausdaches nicht gerecht werden oder wenn händeringend bereits nicht mehr produzierte Ersatzmodule des gleichen Typs gesucht werden.

Nebenbei vertreibt TP Energy aber auch etliche Module von Fremdherstellern, Wallboxen, PV-Speichern, Zubehörteile, Wechselrichter und Balkonkraftwerke.

Viessmann aus dem nordhessischen Allendorf ist der wahrscheinlich bekannteste Vertreter aus der Riege deutscher PV-Hersteller. Dies liegt vermutlich daran, dass Viessmann sich auch schon unter anderem in den Segmenten „Heizungssysteme“, „Wärmesysteme“ und „Klimageräte“ einen Rang und Namen erwirtschaften konnte.

In der Vitovolt 300-Produktlinie werden hochperformante, monokristalline PV-Module verschiedener Optiken und PV-Pakete zu fairen Garantiekonditionen (15 Jahre Produktgarantie und 25 Jahre Leistungsgarantie) angeboten. Qualitätssicherungen erfolgen schon ab Werk. Die Modulgewichte sind mit 20,0 kg bis 22,0 kg moderat gehalten. Die Wirkungsgrade von 20,0 % bis 21,3 % befinden sich im mittleren Leistungssegment, genauso wie die Nennleistungen, die sich von 370 bis 435 Wp erstrecken.

In Kombination mit den Viessmann-Vitocharge Strompeichern und Viessmann Wärmepumpen können Verbrauchskonventionen optimiert werden, indem zielgerichtet Überschussleistungen einspeichert, Ladeleistungen verbessert und Energieströme verbrauchsärmer koordiniert werden.

Viessmanns Produktpalette deckt hinzukommend auch andere Felder der klimaverträglichen Gebäudeenergieversorgung ab. So produziert Viessmann auch bspw. Hybridheizungen, Wärmepumpen, Brennstoffzellen, Lüftungsanlagen und Warmwasseraufbereitungsanlagen.

Zusammenfassung

Die obige Auflistung zeigt, dass in Deutschland eine vielfältige und florierende Landschaft von Photovoltaikherstellern existiert. Die Qualität deutscher Produkte kann problemlos mit internationalen Standards mithalten. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Begriff „in Deutschland produziert“ nicht unbedingt bedeutet, dass das Produkt auch zu 100% aus Deutschland stammt. Viele vorgefertigte Teile werden aus anderen Ländern, hauptsächlich aus dem asiatischen Raum, importiert, was in der Regel keine Auswirkungen auf die Qualität des Endprodukts hat.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass deutsche Hersteller sich dafür entscheiden, Produktionsbereiche ins Ausland zu verlagern, während andere Unternehmensbereiche in Deutschland bleiben. Diese Entscheidungen sind oft auf Kostenüberlegungen oder die Vorgaben der neuen Muttergesellschaften zurückzuführen. Es ist dagegen nicht sinnvoll, den Kundensupport ins Ausland zu verlagern, da dies zu erheblichen Verzögerungen bei der Bearbeitung führen und Sprachbarrieren den Prozess unnötig verkomplizieren würden. Beim Kauf ausländischer PV-Komponenten ist es daher oft möglich, auf deutschen Kundenservice zuzugreifen. Es ist jedoch ratsam, vorab die Vertragsbedingungen und andere Absprachen mit dem jeweiligen Hersteller zu überprüfen.

vorherige Seite

Höhere Modulwirkungsgrade, bessere Halbleiter, neue Bauformen und Solarziegel  sind nur einige Innovationen, die die rasante Entwicklung von PV-Technik illustrieren.

zurück zur Hauptseite

Sie haben schon alle Beiträge gelesen? Das ist großartig. Nun sind Sie bestimmt ein echter PV-Profi. Vielleicht möchten Sie aber auch zurück zur Hauptseite, um einige Infos nochmal genauer zu lesen.